Beteiligungsworkshop
Olympiapark München GmbH
Vom Beteiligungsworkshop zur eröffneten Action-Sporthalle
Im Dezember 2025 wurde der Munich Action Park im Olympiapark München erfolgreich eröffnet – und damit ein neuer Treffpunkt für die Action-Sport-Community mit Boulderflächen, Calisthenics, Parkour- und Ninja-Warrior-Bereichen.
Was viele nicht sehen: Bereits im Sommer 2023 wurden die zukünftigen Nutzer*innen aktiv in die Planung eingebunden. In einem von SinnZwei konzipierten und moderierten Beteiligungsworkshop brachten Sportler*innen ihre Perspektiven und Bedarfe direkt in die Entwicklung des Konzepts ein.
Ein Workshop für den Actionsport in München
Rückblick Juli 2023: Das Olympia-Eissportzentrum im Olympiapark München wird durch den Auszug des Eissports in den SAP Garden im April 2024 frei und soll nach einer Umbauzeit für zunächst fünf Jahre zwischengenutzt werden.
Da es in München bislang zu wenige Sportstätten für Trend- und Actionsport gibt, ist geplant, die Halle für Sportler*innen der Sportarten Bouldern, Ninja Warrior und Parkour umzubauen.
Es gibt zwar ein umfangreiches Konzept, das die Olympiapark München GmbH und das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München gemeinsam mit der Firma 3D Sportanlagen Bau und Betriebs GmbH für die Zwischennutzung der Halle erstellt haben. Was jedoch noch fehlte, war die Sichtweise der Sportler*innen. Um sie „ins Boot zu holen“ und ihre Ideen in Erfahrung zu bringen, wurde SinnZwei von der Olympiapark München GmbH beauftragt, einen Beteiligungsworkshop zu konzipieren und zu moderieren.
So war’s
Rund 30 Personen nahmen im Juli 2023 am Workshop teil. Neben Vertreterinnen der Olympiapark München GmbH und dem RBS der Landeshauptstadt München waren Sportlerinnen aus den drei Sportarten – Ninja Warrior, Bouldern und Parkour – vertreten (Free Arts of Movement, Kraxlkollektiv, Deutscher Alpenverein, European Ninja League sowie nicht-organisierte Sportler*innen).
Nach der Vorstellung der bisherigen Planungen für den Umbau der Halle sowie der Klärung erster Fragen aus dem Publikum besichtigten alle gemeinsam die Halle, um sich einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen.
Im Anschluss arbeiteten die Sportarten in Kleingruppen an der Fragestellung:
„Was braucht Euer Sport, damit es hier richtig Spaß macht?“
Dabei wurden auch die Anforderungen unterschiedlicher Nutzer*innengruppen in den Blick genommen. Anschließend arbeiteten die Teilnehmer*innen in sportarten-gemischten Gruppen an den vier Themen:
- Ticketsystem / Eintritt
- Allgemeine Ausstattung
- Chill Areas / Aufenthalt
- Szene und Trends
Sie fokussierten jeweils auf die Frage, was es braucht, damit die Halle attraktiv ist und gerne genutzt wird.
Die Stimmung im Workshop war sehr positiv und konzentriert. Die Sportler*innen hatten großes Interesse daran, ihre Ideen in die weiteren Planungen einzubringen. Sie konnten aufgrund ihrer breiten Erfahrung mit ihrer jeweiligen Sportart sowie mit dem (organisierten) Sport insgesamt „aus dem Vollen schöpfen“.
Vom Workshop zur Umsetzung
Am 9. Dezember 2025 wurde der Munich Action Park eröffnet und hat sich inzwischen als beliebter Treffpunkt etabliert. In der ehemaligen Trainingshalle sind heute Boulderwände, Parkour- und Ninja-Warrior-Bereiche, Trampoline, ein moderner Calisthenics-Bereich sowie eine große Kids Area zum Klettern, Rutschen und Spielen entstanden.
Der „MAP“ versteht sich als offener Treffpunkt für Münchens Sport-Community: Ob Freizeitaktive, Schulklassen oder Profis – alle können hier trainieren, Neues ausprobieren und gemeinsam Bewegung erleben.
Die frühzeitige Einbindung der späteren Nutzer*innen hat dazu beigetragen, dass ein Angebot entstanden ist, das sich eng an den tatsächlichen Bedürfnissen der Szene orientiert. Das Erfolgskonzept wird 2026 mit einer zweiten Halle erweitert.
Solche Prozesse zeigen, was möglich wird, wenn Erfahrung in der Gestaltung von Beteiligung auf echte Perspektiven aus der Praxis trifft.
Unser Fazit
Unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen ist oft der entscheidende Schritt für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Wenn Sie Beteiligung so gestalten möchten, dass daraus tragfähige Lösungen entstehen, schauen wir gern gemeinsam auf Ihren Kontext.